20.01.2014

Ein Tag im Büro von Licht und Schatten

Das Büroteam von Licht und Schatten: Marina Schlereth und Irmtraud Hinton

Es ist 8.00 Uhr morgens, die Rollläden gehen hoch, Lichter werden angemacht und die PCs hochgefahren. Das Büro von Licht und Schatten ist geöffnet.
Es dauert meist nicht lange, bevor die Telefone anfangen zu klingeln. Klienten wollen wissen, wann denn die Pflege kommt.  Es kommen Anrufe von Sozialdiensten und Arztpraxen mit Anfragen, ob wir neue Klienten übernehmen können. Es werden Fußpflege und Besuche beim Friseur organisiert, Termine bei Ärzten gemacht und Krankentransporte bestellt.  Und natürlich klappt selten etwas so, wie man sich das vorstellt, und wir müssen wieder von vorne anfangen.

In der ruhigen Zeit zwischen den Telefonaten besorgen wir die Verordnungen häuslicher Krankenpflege;  Rezepte, Medikamente und Inkontinenzartikel müssen bestellt werden, Rechnungen müssen geschrieben werden. Es bilden sich auf den Schreibtischen Stapel von Papieren, die sortiert und abgeheftet werden. Im allgemeinen Chaos verschwinden Notizzettel, die so lange hektisch gesucht werden bis Entwarnung gegeben werden kann.

Die Post kommt, Hunde bellen und Kollegen gehen ein und aus.

Dazwischen wieder ein Anruf eines Kollegen, weil er gerade die letze Einlage aus der Packung genommen hat und dringend neu bestellt werden muss. Ein Klient macht die Tür nicht auf und wir müssen herausfinden, ob er Einkaufen gegangen ist, oder die Tür nicht öffnen kann, weil er gefallen ist.  Das Krankenhaus ruft an, ein Klient wird entlassen und braucht ein Pflegebett und neue Medikamente.

Die hektischste Zeit für uns ist Quartalsanfang. Die Versicherungskarten der Klienten müssen eingelesen werden, weil es sonst keine Rezepte gibt und unzählige Verordnungen laufen aus und sollen neu beantragt werden.
Frustrierend ist, wenn ein Klient dringend etwas braucht und all unsere Bemühungen kläglich scheitern.  Und schön ist, wenn wir am Nachmittag die Tür hinter uns zumachen und ein geordnetes Büro hinterlassen bis zum nächsten Tag.

Und dann geht's raus in den Wald mit den Hunden!

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