10.02.2022

Zur Impflicht von Pflegekräften

Bericht aus der „Kritischen Infrastruktur“

In den letzten zwei Jahren waren viele Todesfälle besonders in Pflegeheimen darauf zurückzuführen, dass Kolleginnen und Kollegen Covid 19 -Infektionen aus ihrem Privatleben mit zur Arbeit gebracht hatten.

Lange gab es keinen Impfstoff. Noch nicht einmal Schutzmasken gab es zu Beginn. Die Patientinnen und Patienten aber mussten versorgt werden. Insofern waren diese Corona Ausbrüche schwer vermeidbar.

Heute gibt es die Möglichkeit sich gegen Covid 19 impfen zu lassen.

Die Impfung von Pflegekräften ist ein wichtiger Baustein, die Weitergabe von Infektionen zu verhindern. Für unsere Klientinnen und Klienten kann das lebensrettend sein.

Impfgenerinnen und Impfgegner unter Pflegekräften machen mit lautem Auftreten Stimmung gegen eine „einrichtungsbezogene Impfflicht“ ab Mitte März 2022.

Impfverweigerung und Kündigungsdrohungen treffen auf eine  Personaldecke in der Pflege, die seit Jahren dünn ist. Stressige Arbeitsbedingungen und miese Gehälter haben immer wieder zu Fluchtbewegungen aus diesem schönen und menschennahen  Beruf geführt.

Träger von  Pflegeeinrichtungen, Berufsverbände, Patientenschützer, die Gewerkschaft Verdi äußern inzwischen Bedenken gegen eine verpflichtende Schutzimpfung für Pflegekräfte. Der bayrische Ministerpräsident verweigert die Umsetzung.

Pflege von schwer pflegebedürftigen und immungeschwächten Klientinnen und Klienten ohne eine Impfung gegen Covid 19 bleibt jedoch gefährlich. Ist der Virus erst in den Einrichtungen ist die Gefahr groß, dass Pflegekräfte infiziert ausfallen, Klienten und Klientinnen unversorgt bleiben oder erneut an Covid 19 erkranken und sterben.

Peter Bindl/ Licht und Schatten, Ambulante Krankenpflege

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